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Austretende GenossInnen I
31.03.09 18:04

 

Austretende Mitglieder der SP-Fraktion I: Sybille Bader, Max Chopard-Acklin, Cécile Frei, Sandra-Anne Göbelbecker

Sybille Bader Byland

Max Chopard-Acklin

Cécile Frei

Sandra-Anne Göbelbecker

Am Ende dieser Legislatur gilt es auch Abschied zu nehmen von Fraktionsmitgliedern, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr im Grossen Rat sein werden, wenn dieser in neuer Zusammensetzung am 28. April vereidigt wird. Clara verabschiedet in diesem Abschnitt Sybille Bader, Max Chopard-Acklin, Cécile Frei, und Sandra-Anne Göbelbecker, die unterschiedlich lange, aber alle engagiert in der SP-Fraktion gearbeitet haben. Die Fraktion bedankte sich bei allen und schenkte allen ein Buch ihrer Wahl. Die Fraktionsmitglieder bekamen von Katharina Kerr eine Flasche Primitivo geschenkt, der alkoholfreie Martin Christen Honig. So ist es halt am Ende einer Legislatur.

Sybille Bader Byland
Die diplomierte Sozialarbeiterin aus Tägerig im Bezirk Bremgarten mit Arbeitsort Aarau, wo sie als Schulsozialarbeiterin tätig ist, kam am 21. Februar 2006 als Nachfolgerin von Margrit Kuhn in die Fraktion. Im Grossen Rat war sie in folgenden Kommissionen als Stellvertreterin gewählt: Allgemeine Verwaltung, Volkswirtschaft und Abgaben und Gesundheit und Sozialwesen.

Sybille Bader übernahm das seit dem Austritt von Patrizia Bertschi verwaiste Dossier Asylsuchende, kein einfaches Geschäft, das Sybille aber mit Beharrlichkeit und Engagement bearbeitete. Damit kann man wenig Lorbeeren holen, auch nicht blenden. Aber man tut das Richtige.

Die Wählerinnen und Wähler haben die ruhige, kompetente Schafferin, die in ihrem Wohnort am meisten Stimmen aller Kandidierenden machte, nicht honoriert: Leider hat Tägerig nicht viele WählerInnen. Sybille wurde am 8. März abgewählt und ist jetzt auf dem ersten Ersatzplatz auf der SP-Liste. Die SP-Fraktion wird ihre beruflichen und menschlichen Qualitäten vermissen.

Max Chopard-Acklin
Wird der eine in ein höheres Amt gewählt, rutscht der nächste nach. So ist es Max Chopard aus Obersiggenthal gegangen. Er tritt sicher nicht traurig aus dem Grossen Rat aus: Als Nachfolger unseres neuen Regierungsrats Urs Hofmann auf der Nationalratsliste wurde Max am 2. März zu Beginn der Frühjahrssession in Bern vereidigt und hat dort schon einen ersten Vorstoss zur öffentlichen Sicherheit – er sitzt in Bern auch in dieser Kommission – eingereicht.

Max Chopard trat mehrmals in den Grossen Rat ein: zum ersten Mal am 19. November 1991 und zum zweiten Mal am 29. April 1997. Der grosse Frauenrutsch als Folge der Nichtwahl von Christiane Brunner in den Bundesrat kostete Max Chopard im März 1993 seinen Sitz. Im Grossen Rat arbeitete Max in verschiedenen Chargen, so auch als Stimmenzähler 2002 bis 2003, ferner auch in der Geschäftsleitung der Partei und im Fraktionsvorstand. Und in folgenden ständigen Kommissionen: Verkehrskommission,
Petitionenkommission, Volkswirtschaft und Abgaben (stv. Mitglied), Öffentliche Sicherheit; zudem in den nichtständigen Kommissionen „Gesetz über die politischen Rechte“, Aargauische Volksinitiative „Bessere Information bei Majorzwahlen“, Gefängniskonzept, Ja zur Jugendförderung, Ergänzungsleistungsgesetz, „Funkanlagen der Kantonspolizei“, Horizont 2003, Standesinitiative Bankkundengeheimnis, Ladenschlussgesetz. Max war auch in der regierungsrätlichen Begleitkommission Jugendfragen aktiv, und wie!

Ein guter Kollege ist der frühere Mechaniker und heutige Unia-Sekretär Max Chopard in Aarau immer gewesen, gerne im Rampenlicht und nie sein Licht unter den Scheffel stellend. Macht nichts, so kommt man weiter und mehrt das Ansehen der Partei.

Clara winkt dem bereits mit einem Fuss in Bern stehenden Kollegen gerne und fröhlich nach und wünscht ihm neben einer langen Jugend eine erfolgreiche lange Zeit als Nationalrat.

Cécile Frei
Cécile Frei trat am 30. April 2002 als Nachfolgerin der in den Nationalrat nachgerutschten Pascale Bruderer in den Grossen Rat ein. Die Pflegefachfrau und Wettinger Spitexleiterin aus Gebenstorf, heute aus Remigen, konzentrierte sich im Grossen Rat vor allem auf die Gesundheitspolitik, wo sie ihre vielfältige Erfahrung einbringen konnte.

Cécile Frei war in den folgenden ständigen Kommissionen tätig: Gesundheitskommission, Staatsrechnungskommission, Gesundheit und Sozialwesen (nach der Parlamentsreform von 2005), dazu in der nichtständigen Kommission Spitalgesetz.

Den Grossen Rat verlässt die sehr engagierte Berufsfrau aus Berufsgründen und freiwillig. Die SP-Fraktion wird sich an sie als an eine genaue und kritische Begleiterin der aargauischen Gesundheits- und Sozialpolitik erinnern.

Sandra-Anne Göbelbecker
Sandra, von allen Sämi genannt, hatte kaum Zeit, sich im Grossen Rat anzuwärmen. Am 19. August 2008 rutschte sie für die schwer erkrankte und seither leider verstorbene Ruth Amacher Dzung nach. Die tüchtige diplomierte Sozialarbeiterin HFS, die keine Mühen für Familie, Gewerkschaft und Politik scheut und die jede Arbeit verrichtet, die ihre Familie weiterbringt, konnte nicht einmal in einer Kommission mitarbeiten, da kein Sitz frei war.

Das hat die fröhliche und standfeste Frau vielleicht gereut, aber nicht erschüttert. Am 8. März verlor sie ihr Mandat, weil die SP im Bezirk Baden, wo Sandra-Anne im Hauptort zu Hause ist, drei Sitze verlor. Nun ist sie erste Ersatzfrau auf der SP-Liste, und Clara hofft, dass sie bald nachrutschen kann. Der Fraktion täte sie gut.