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Ökologie ist das wichtigste Element
15.01.10 14:41

Von: Sonia Regna

Die SP Aargau ist mit der grundsätzlichen Ausrichtung des totalrevidierten Landwirtschaftsgesetzes zufrieden. Sie wird sich in der Parlamentsdebatte aber für griffigere Formulierungen im Bereich Ökologie einsetzen.

Im Grundsatz richtige Anreize
Ein Blick auf das neue Gesetz zeigt, dass dem Kanton Aargau in der grösstenteils durch den Bund gesteuerten Landwirtschaftpolitik nur ein kleiner Handlungsspielraum bleibt. Diesen Spielraum nützt der Kanton mit dem vorliegenden Gesetz in richtiger Weise, indem er Anreize für eine möglichst eigenverantwortliche Landwirtschaft setzt.
In diesem Sinn unterstützt die SP die Neuregelung des Bereichs Bildung und Beratung und die Stärkung des landwirtschaftlichen Kompetenzzentrums Liebegg. Auch nimmt die SP positiv zur Kenntnis, dass der Kanton in Zukunft eine stärker gestaltende Rolle bei der Einleitung und Koordination von Strukturverbesserungsmassnahmen spielen soll.
Fokus auf ökologische Leistungen
Für die SP Aargau ist die Ökologie das wichtigste Element in der Landwirtschaftspolitik. Sie unterstützt deshalb die Weiterführung der Massnahmen zum ökologischen Ausgleich voll und ganz. Die Pflege und Erhaltung der Landschaft und der Artenvielfalt ist eine zentrale Aufgabe der Landwirtschaft. Für diese Leistungen, welche keinen Verdienst abwerfen, muss die Landwirtschaft unbedingt angemessen entschädigt werden. Andererseits soll aber auch die entsprechende Verantwortung klar definiert sein.
Die SP wird sich in der Gesetzesberatung für noch griffigere und verbindlichere Formulierungen bezüglich einer nachhaltigen, ökologischen Landwirtschaft einsetzen.
Ökologie als Wettbewerbsfaktor
Aus Sicht der SP konzentriert sich das neue Gesetz immer noch zu stark auf die rein produzierende Landwirtschaft und zu wenig auf deren ökologische Leistungen gegenüber der Gesellschaft. Aber auch bei der Produktion ist die Ökologie der einzige Garant für die Wettbewerbsfähigkeit: Es ist deshalb wichtig, dass die Landwirtschaft auf ökologische und wenn immer möglich biologische Produktion sowie auf qualitativ hoch stehende Nischenprodukte setzt.
Die SP wird sich für eine Verschärfung in dem Sinne einsetzen, dass Marketingprojekte nur dann unterstützt werden, wenn sie besonders ökologisch ausgerichtet sind. Zudem sollen die Verantwortlichkeiten bei Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit noch verbindlicher definiert werden.